“Die Geschichte der europäischen Frauen vom frühen Christentum bis zur Gegenwart”

Veranstaltung der österreichischen Frauenföderation in Raiding, Burgenland, anlässlich des Internationalen Frauentages.

Der Vortragsabendfand am 6. März 2020 in Raiding, Geburtsstadt des Musikers Franz Liszt und  Heimatstadt von Martin und Elizabeth Kiedler, statt. Ca. 40 Personen nahmen daran teil; 

Zu Beginn sprach Bürgermeister Markus Landauer begrüßende Worte. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass eine solche Veranstaltung  in seinem Dorf stattfindet und auch er betonte  die wichtige Rolle der Frauen für eine positive Entwicklung in der Gesellschaft.

 Renate Amesbauer, Präsidentin der Österreichischen Frauenföderation, stellte die Gründerin Frau Dr. Hak Ja Han Moon vor, auch Mutter des Friedens genannt, und die zahlreichen Aktivitäten des Vereines auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene vor. (NGomit Ecosoc Status)

Das Hauptprogramm war der Vortrag des Historikers und  Friedensbotschafters Mag. Dr. Ernst Mihalkovits: “Die Geschichte der europäischen Frauen vom frühen Christentum bis zur Gegenwart. Herr Dr. Mihalkovits besuchte mit seiner Frau auch im April 2018 die Großveranstaltung in der Wiener Stadthalle zum Thema „PEACE Starts with Me!“ die Hauptsprecherin war damals Frau  Dr. Hak Ja Han Moon.

Danach fühlte sich Dr. Mihalkovits  inspiriert, die Situation der Frauen in der Geschichte zu untersuchen. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit wurden in einer katholischen Zeitschrift für Kultur und Bildung veröffentlicht. Dann begann er auch, Vorträge zu diesem Thema zu halten.

Zu Beginn war es Mag. Dr. Mihalkovits ein großes Anliegen darauf hin zu weisen, dass  Jesus Männer und Frauen mit gleichem Respekt behandelte. Doch nach seinem Tod machte die römisch-katholische Kirche fatale Fehler. Er zitierte die Kirchenväter und berühmten Theologen. Inspiriert von griechischen Philosophen begannen sie, Frauen für alles Böse, für alle Versuchungen zu beschuldigen und behaupteten, Frauen seien den Männern unterlegen. Der Höhepunkt war, Frauen als Hexen und ihre brutale Folter und Hinrichtung zu verurteilen. Papst Innozenz VIII. spielte dabei eine höchst unrühmliche Rolle.

 Erst in den letzten Jahrhunderten – nach vielen Opfern – änderte sich die Situation. Immer mehr Frauen könnten Führungspositionen in allen Lebensbereichen einnehmen. So Bertha von Suttner, die erste Friedensnobelpreisträgerin, die sich vor dem Ersten Weltkrieg unermüdlich für den Frieden einsetzte, aber von der Gesellschaft ihrer Zeit nicht gehört wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg erhielten die Frauen in Österreich im November 1919 das Wahlrecht, und mehr Frauen konnten am politischen Leben in Österreich teilnehmen, wie Hildegard Burjan, die Gründerin der Caritas Soziales, einer Frauenordens für Krankenschwestern. Sie war die erste Frau, die dem Völkerbund in Genf beitreten konnte, und Olga Rudel-Zeynek, die die erste weibliche Präsidentin des österreichischen Bundesrates wurde. Eine weitere bemerkenswerte Frau war Käthe Leichter. Sie gründete das erste Frauen-Studienzentrum weltweit. Da sie Jüdin war, wurde sie im Zweiten Weltkrieg von den Nazis ermordet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es für Frauen noch ein langer Weg, sich in öffentlichen Positionen wie in der Politik oder in großen Unternehmen zu etablieren.  Wir waren alle irgendwie schockiert über den Inhalt dieses Vortrags.

 Die Gäste in diesem kleinen Dorf, zumeist aus katholischen Kreisen kommend, waren sehr bewegt. Sie schätzten das gesamte  Programm: „ Wir kamen wirklich, weil wir Dr. Mihalkovits sehr respektieren“.  Nach einigen Fragen und Antworten wurde auf „ Weltfrieden“ angestoßen. Alle beteiligten sich.  Nach vielen Jahren in unserer Heimatstadt war dies ein echter schöner Erfolg, für den wir unseren himmlischen Eltern und allen danken, die uns dabei unterstützt haben. 

(Die vollständige Rede ist auf Anfrage erhältlich: elizabeth.kiedler@gmail.com)

Martin & Elizabeth Kiedler

Über den Autor

renatewien
Ergotherapeutin, 5 Töchter, ich versuche auf der ebene von NGO einen Beitrag zu leisten zu einer positiven Veränderung in der Gesellschaft, bzw. derartige Bemühungen anderer zu unterstützen; ich freue mich über - neue- Kontakte; ich bin überzeugt, dass die wertvollsten Entwicklungen gemeinsam geschehen! Ich schätze Austausch und Zusammenarbeit!